Die Anfahrt über Nacht in den Morgen ließ nur wenig Schlaf zu, aber der SDC Verbier empfing uns mit strahlendem Sonnenschein bei bis zu 34*C. Freitag nach der Anmeldung und dem Holen der Startnummer (Mein Teamkollege Tom 10, und meine Wenigkeit 39), ging es gleich zum Trackwalk.

Der erste Blick vom Berg auf das Panorama war schon allein eine Reise Wert und noch dazu eine Garantie wieder hierher zu kommen. Da wir uns vorher nicht erkundigt hatten, wie lang die Strecke war und wie viele Höhenmeter die Strecke hatte, waren wir überrascht und gleichzeitig erfreut über diesen 4 bis 5 Minuten Parcours. Bestückt mit allem was ein Downhillerherz sich wünscht. Sehr anspruchsvoll durch die hohe Geschwindigkeit mit vielen technischen Einlagen und das Ganze in einer Länge die jeden Muskel auf Dauer fordert. Die Vorfreude auf's Training stieg mit jedem Abschnitt der Strecke und es war als wollte sie nie enden.

Die Renn Strecke hat Mega viel Spaß gemacht und das Training war viel zu schnell vorbei. Also freute man sich schon auf Samstag.

Bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen ging es auf den Berg. So eine Strecke fordert nicht nur körperlich, sondern auch das Material. Platten, lose Speichen und heißgefahrene Bremsen lagen an der Tagesordnung, doch das hielt uns nicht lange auf. Pausiert wurde nur beim Liften und beim Wasser nachtanken. Am Ende vom Nonstop Training, nutzten wir die allerletzte Möglichkeit noch einmal, um die fast leere Strecke in einem durch zu fahren und beendeten unser Training schließlich zufrieden und mit großem Hunger.

Bis zum ersten Lauf nutzten wir die Zeit Material aufzuarbeiten, die leeren Speicher aufzufüllen und ausgiebig zu relaxen. Die Sonne war uns dabei sehr willkommen. Der Seedingrun lief reibungslos, war zufriedenstellend und versprach uns für das Finale einen guten Lauf.

Nach so vielen Rennen ist man trotzdem immer wieder aufgeregt. Man hofft auf ein reibungsloses Rennen ohne Sturz und am Ende noch eine gute Zeit reinzuholen. Ich hatte mir das Ziel gesetzt meine Startnummer zu unterbieten und einen guten Lauf runterzubringen. Nach einem letzten Blick auf meine Brille für gute Sicht stemmte ich mich in meine Pedale und hebelte mich aus dem Starthäuschen.

Außer einem kleinen Ausrutscher hatte ich alles unter Kontrolle und brachte einen guten Run ins Ziel mit einer Zeit von 4.30.???, schaffte es damit leider nur auf Platz 42. Ich bin aber dennoch zufrieden, wenn man die Konkurenz bedenkt.

Meinem Teamkollegen Tom erging es ähnlich, mit einem kleinen Patzer schaffte er eine super Zeit von 4.19,552 und landete auf Platz 22.

Es war ein tolles Wochenende mit viel Spaß und Forderung des Bikes und des Fahreres aber so muß es sein. Die große Konkurrenz reizt an seinen eigenen Leistungen zu arbeiten. Somit sind wir wieder dabei wenn der SDC Verbier im nächsten Jahr aufruft zur Anmeldung.

Euer Jannick