Guten Morgen Špičák
Was das Aufwachen in der Morgensonne nach einer Spätschichtwoche und wenige Stunden Schlaf doch für motivierende Kräfte freisetzt.
Endlich hatte es mal bei mir geklappt zum EDC nach Špičák zu kommen, leider nicht bei meinen Teamkollegen, deshalb vertrat ich mein Team dort ausnahmsweise mal ganz allein. 
Doch wer Downhill fährt ist nie alleine denn man kennt sich ja und so traf ich viele Bekannte schon beim Trackwalk.

Die Strecke war ziemlich trocken und versprach staubig zu werden und damit auch rutschig. 
Es waren einige technische Herausforderungen und sturzgefährdende Steinfelder aber auch kurze Speedstrecken und schöne Sprünge für die Fotografen dabei.
Was der Trackwalk schon ankündigte zeigte das anschließende Training dann auch auf. 
An einigen schwierigen Stellen waren verschiedene Lines möglich. Außer der direkten Line und dem Chicken Way, gab es die schnelle und sturzgefährliche Line oder die langsame und sichere Line.
Also schob man so oft das Bike den Berg wieder hoch bis man daraus schnell und sicher hinbekam.
So ganz ohne Sturz lief es dabei nicht immer ab, doch gegenüber anderen kam ich ohne Verletzungen davon.
Es war so schweißtreibend und staubig, daß man sich sogar über die kalte Dusche am Abend sehr freute. 

Samstag war es dann bewölkt und kühler, angenehm zum Trainieren.
Man bekam dann endlich das richtige Gefühl für die Strecke wobei sich einiges, besonders das obere Steinfeld, durch das Fahren veränderte und damit auch meine Line.
Es machte einfach nur noch viel Spaß und man powerte das Training durch. 
Anschließend den Staub aus den Klamotten schlagen, das Bike kontrollieren, etwas Gutes zu Essen, ein wenig relaxen und dann den Seedingrun.
Um das Finale zu erreichen fehlten mir leider 4 Sekunden und so war mein Ziel Am Sonntag im kleinen Finale unter die ersten 15 zu kommen wenn das Wetter, auf das alle schauten, wie angekündigt Regen bringt. 

Sonntags war es dann feucht neblig aber von Regen keine Spur. Im Gegenteil die Sonne kam langsam durch und es wurde angenehm warm. 
Das Training näherte sich seinem Ende und man war froh aus den Klamotten zu kommen als es über uns hereinzog. Es fing an wie aus Eimern zu schütten. In Sekunden verwandelte sich die Strecke in kleine Sturzbäche und das Finale mußte verzögert werden, von dem allerdings einige nichts mitbekamen wenn sie es nicht im Livetiming verfolgten oder an der Strecke standen.
So ging auch ich eine halbe Stunde zu früh nach oben zum Warmfahren. Nutzte diese Zeit dann aber um noch mal einen Blick auf die Strecke zu werfen, denn der Regen hatte die Voraussetzungen des Rennlaufs völlig verändert.
Als wenn man im Unterbewußtsein eine Handbremse im Gepäck hätte, man weiß man kann es aber man bremst trotzdem.
Meine Zeit von 3.28.695 reichte mir dann trotzdem für Platz 11 im kleinen Finale und damit kann man zufrieden nach Hause fahren.

Da ich mir im Anschluß ein paar Tage Urlaub genommen hatte um dort unten zu Trainieren und andere von da aus weiter nach Val di Sole auf den WC wollten, saßen wir Abends noch in einer großen Gruppe zusammen um auf unsere Platzierungen anzustoßen.
"DANKE" Jungs und Mädels für diesen unvergesslichen Abend in Špičák